Motoreninstandsetzung, Motorüberholung und Revision für deine Harley

Motoren die eine gewisse Laufleistung überschritten haben, und Verschleisserscheinungen zeigen, sind typische Fälle für eine Motorenüberholung. Durch unseren modernen Maschinenpark und langjährige Erfahrung sind wir in der Lage sämtliche Revisionsarbeiten im eigenen Haus auszuführen. Wir führen Arbeiten an folgenden Motoren aus:

  • Knucklehead
  • Panhead
  • Shovelhead
  • Evolution
  • Twincam
  • Milwaukee-Eight
Im Einzelnen bieten wir folgende Leistungen an:
harley-davidson-zylinder-motorarbeiten
harley-davidson-zylinderkopf-motorarbeiten
harley-davidson-motortuning-motorarbeiten
harley-davidson-motorgehaeuse-motorarbeiten
harley-davidson-kurbelwelle-motorarbeiten
harley-davidson-getriebe-motorarbeiten

Twincam und Milwaukee-Eight

Heutzutage sind Harleymotoren durch hohe Fertigungstoleranzen sehr zuverlässig und langlebig konstruiert. Die Motorengehäuse werden aus hochstabilem Material gefertigt und durch moderne CNC-Maschinen können selbst feinste Toleranzen eingehalten werden. Bei der neusten Motorengeneration handelt es sich bei unseren Arbeiten vor allem um Tuningmaßnahmen welche die Leistung optimieren und den größtmöglichen Fahrspass ermöglichen.

Bei Twincam-Motoren der früheren Generation gibt es einige Punkte, die man ab einer gewissen Laufleistung beachten sollte. Zum Beispiel wurden bei den ersten 88er Motoren keine hydraulischen Kettenspanner für die Nockenwelle verwendet, hier sollte man bei einer gewissen Laufleistung die Kettenspanner überprüfen lassen. Bei Bedarf sollte die Kettenspannung auf Hydraulik umgerüstet werden. Zudem ist der Rundlauf der Kurbelwelle und der Verschleiß an der Ölpumpe zu prüfen. Sollte bei einem 88er Motor eine Revision anstehen, bietet es sich oft auch an die originalen Zylinder auf 95 CU Inch aufzubohren. Dadurch ergibt sich auch ein mildes Tuning und eine höhere Leistungsentfaltung.

Evolution

Bei der Generation der Evolution Motoren, Baujahr 1984 bis 1999, gibt es deutlich mehr Punkte zu beachten. Wenn die Laufleistung über 100.000 km liegt, sind meist einige Motorteile an ihrer Verschleißgrenze angelangt. In diesem Fall muss eine komplette Bestandsaufnahme aller Teile erfolgen. Der Motor wird dann komplett durchgemessen und auf Beschädigungen untersucht. In diesem Fall können wir Ihnen zunächst einen Kostenvoranschlag machen und später eine fachmännische Motorinstandsetzung vornehmen.

Bei den früheren Baujahren muss unbedingt auch das Motorgehäuse auf Haarrisse und Verschleißerscheinungen überprüft werden. Bei Evolutionmotoren kann es öfters zu Problemen der Fussdichtungen kommen, hier kann jedoch mittlerweile durch einen guten Ersatz aus dem Zubehörmarkt Abhilfe geschaffen werden. Fußdichtungen mit Metallinlay bieten eine gute Alternative zu den Originaldichtungen, die meist an dieser Stelle versagt haben. Um eine hundertprozentige Dichtigkeit zu erreichen sollte auch ein Planschleifen der Zylinderfußfläche erfolgen.

Bei der Wahl der Kolben gibt es verschiedene Möglichkeiten: von Schmiedekolben, über Hypereutectic Kolben, bis hin zu Alugusskolben gibt es gute Qualitäten. Zylinderbohr– und Honarbeiten führen wir natürlich in unserem Hause selbst aus.

Shovelhead

Bei Shovelmotoren (Baujahr 1966-1984) muss eine ganze Menge beachtet werden. In den frühen Baujahren wurden zum Teil sehr schlechte Komponenten und Materialien verwendet, da die Herstellungstoleranzen noch nicht so eingehalten werden wie bei späteren Baujahren. Das Herstellerwerk musste zu dieser Zeit Sparmaßnahmen treffen, um am Markt überleben zu können. Vor allem wurden bei Materialien und Herstellungsvorgängen gespart. Alugussmaterial war zum teil sehr porös, Rockerboxen aus Aluguss konnten schlecht verchromt werden weil der Guss sehr porig war. Motorgehäuse mussten zum Teil von innen versiegelt werden, um ein Ölaustritt durch tiefe Poren zu verhindern. 

Bei dieser Motorengeneration. müssen bei einem Schaden, sämtliche Teile mit viel Sorgfalt und Genauigkeit geprüft werden. Bei einer Motorrevision dieser Baujahre, empfiehlt es sich, den Motor komplett zu überarbeiten. Das heisst im einzelnen:

  • Massenabgleich der Kurbelwelle herstellen
  • Feinwuchten der Kurbelwelle
  • Prüfung der Kompressionsverhältnisse beider Zylinder
  • Abstimmen beider Zylinder aufeinander
  • Zylinderbrennrauminhalt aufeinander anpassen
  • Dichtflächen bearbeiten und planschleifen (Rockerboxen, Zylinderfuss ,Zylinderkopf ,Steuerdeckel etc.)

Beim Wechsel von Nockenwellen und Steuerrädern ist darauf zu achten, dass Einbautoleranzen eingehalten werden die sich sonst negativ auf Motorgeräusche und Laufkultur auswirken können.

Panhead

Bei Panheadmotoren (Baujahr 1948 und 1965) welche bis zu 70 Jahre alt sein können, gibt es häufig ein buntes Durcheinander. Das heißt, Motorteile wurden während der Jahre untereinander getauscht und zum Teil wild zusammengepuzzelt. Oft ist es dann sehr aufwendig solch einen Motor auf einen guten Standard zu bekommen. Das heisst im einzelnen: 

  • Alle Lagerflächen müssen zueinander gefluchtet werden
  • Alle Buchsen und Gleitlager ausgetuscht und zueinander geschliffen werden
  • Dicht- und Planflächen müssen überarbeitet, geschliffen gehont, zum Teil geschweißt, und plangefräst werden.

Das kann bei solch einem Motor schon sehr aufwendig sein, jedoch lohnt es sich in jedem Fall ein solch altes Relikt zu pflegen und in fahrbereitem Zustand zu halten. Originalität zahlt sich immer aus und sorgt für eine Wertstabilität, die in den letzten Jahren erheblich zugenommen hat. 

Sollten bestimmte Komponenten eines solch alten Motors nichts mehr zu retten sein, gibt es am Zubehörmarkt einige wenige Hersteller, die sich auf originalgetreue Nachbildungen spezialisiert haben. Motorengehäuse gibt es mittlerweile in einer Ersatzqualität, welche dem originalen Motorgehäuse in nichts nachstehen. Durch moderne Fertigungstechniken entsteht eine hohe Passgenauigkeit, welche einen zuverlässigen Zusammenbau eines neuen Motors ermöglichen.

Bei Panheadmotoren werden auch oft die Zylinderköpfe in Mitleidenschaft gezogen, hier finden sich teilweise Haarrisse und herausgezogene Zylinderkopfbuchsen, welche oft nicht mehr zu reparieren sind. Hier führt manchmal kein weg vorbei an einem guten Ersatzkopf. Aber auch hier gibt es sehr gute Ersatzteile, die der Optik und Funktionalität des Originals in nichts nachstehen.

Knucklehead

Bei Knuckleheadmotoren, welche zu den seltensten Harleymodellen zählen, ist eine besonders hohe Sensibilität bei der Motorrevision erforderlich. Solche Motoren sind teilweise über 80 Jahre alt und in ihrer Geschichte mit Sicherheit schon durch viele Mechanikerhände gegangen. Aufgrund ihrer Seltenheit sind Sie heutzutage eine echte Rarität geworden und entsprechend mit viel Sorgfalt zu behandeln.

Bei Knuckleheadmotoren sind vor allem die Zylinderköpfe ein heikles Thema. Hier muss bei einer Revidierung sehr viel technisches Verständnis aufgebracht werden. Dichtflächen und Dichtgehäuse bestehen bei Knuckleheads zum Teil aus Blechmänteln und sind bei einer Überholung penibel zu bearbeiten um eine höchstmögliche Dichtigkeit zu erreichen.

Ölleitungen die den Ventiltrieb versorgen, müssen genauestens überprüft werden, damit sie zuverlässig arbeiten können. Zudem sind auf die Tiefe der Ventilsitze und Dichtigkeit zu achten. Die Kurbelwelle sollte feingewuchtet werden und Seitenspiel im Motorgehäuse ausdistanziert und mit neuen Lagern zusammengesetzt werden. 

Da die Ölpumpe bei Knuckleheadmotoren aus Stahlguss gefertigt sind, sollte sie bei einer Motorüberholung mit einem Rädersatz mit schnellerer Übersetzung zusammengebaut werden. Dies führt zu einem deutlich besseren Öldruck.

Impressionen